Verona

Eine menschennahe Stadt, deren Eleganz bezaubert und die ihre Besucher mit großer Herzlichkeit zwischen Antik und Modern empfängt.

Römische Reste, mittelalterliche Spuren, venetianische und österreichisch-ungarische Bezeugungen sind abwechselnd in antiken Palästen, auf Plätzen und Brücken und wunderschönen Kirchen zu entdecken.

Verona gilt nach Rom als zweite Stadt Italiens mit den best erhaltenen römischen Überresten.
Der strahlende Marmor seiner noch stehenden Denkmäler nimmt den Besucher mit auf eine 2000-jährige Reise in die Vergangenheit: das Amphitheater Arena, das Römische Theater, die Brücke Ponte Pietra, der Triumphbogen der Gavi sowie die Stadttore Porta Borsari und Porta Leoni.
Unter den römischen Straßen liegen archäologische Ausgrabungsstätten mit den Überresten der prächtigen Stadt zur Zeit der Römer und der Scaliger.

Das Zeitalter der Scaliger Stadtherren gab Verona ein neues Gesicht: Es entstanden die Stadtmauern, das wunderschöne Castelvecchio und die Scaligerbrücke, der Palast des Cangrande und die anderen Residenzen der Herrschaftsfamilie della Scala, der Domus Mercatorum Piazza Erbe und ihre herrlichen schwebenden Grabstätten, die in den Himmel ragenden Arche Scaligere.

Auch die venezianische Herrschaft hat tiefe Spuren hinterlassen in den Palästen des Adels dank großer Maler, deren Werke in dem Museum des Castelvecchio, den Kirchen, Villen und den Toren der Stadt zu sehen sind.

Während der Herrschaft der Habsburger wurde Verona zum Zentrum eines perfekten Verteidigungssystems, „Quadrilatero“ genannt, mit einer natürlichen Verstärkung der Mauerlinie. Bastionen und kleine Festungen umgaben nun die Stadt. Es entstanden zudem Zivilbauten wie der Palazzo Barbieri, Militärgebäude wie das Arsenal, sowie der neoklassizistische Monumentalfriedhof des Barbieri und neue herrschaftliche Paläste. Auch die Fassade der Gran Guardia wurde erneuert.

Die Arena von Verona ist das berühmteste Monument der Stadt und für die Touristen, die aus allen Ländern der Welt herbeiströmen, seit jeher ein Muss ihrer Besichtigungstour.

Das Veroneser Amphitheater, das die Piazza Bra‘ dominiert, wurde in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts nach Christus errichtet, also in der Zeitspanne zwischen dem Ende des Kaiserreiches des Augustus und dem des Claudius. Nach dem Kolosseum und dem Amphitheater in Capua ist es das drittgrößte Amphitheater Italiens. Dank seiner Ellipsenform bietet es eine rundum hervorragende Akustik und fasst eine größtmögliche Zahl von Zuschauern: Zwischen dem Parkett und dem Zuschauerraum hatten etwa 30.000 Personen Platz.
Romeo und Julia

„Es gibt keine Welt außerhalb der Mauern von Verona.“ Mit diesen Worten ließ WilliamShakespeare Verona in der tragischen Geschichte von Romeo Montecchi und Julia Capuleti unvergänglich werden. Er siedelte die unglückliche Liebe der beiden jungen Menschen an genau definierten Orten an: dem Haus und dem Grab der Julia.

Casa Capuleti, besser bekannt als das „Haus der Julia“, stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Backsteinfassade besticht durch elegante Dreipassfenster. Das mehrstöckige Gebäude, das nach Kauf einer Eintrittskarte besichtigt werden kann, bietet die realitätsnahe Nachbildung von typischen herrschaftlichen Wohnräumen des 15. Jahrhunderts, die durch viel mittelalterliche Keramik bereichert wurden.
Im Hof entdeckt man die bronzene Statue der Julia, ein Werk des Bildhauers Nereo Costantini, die jedes Jahr von Tausenden von Touristen aus aller Welt bestaunt wird.

Das „Haus von Romeo“ befindet sich in der Via Arche Scaligere. Der Bogengang ist gotisch, der Hof zinnengekrönt. Das Hausinnere kann nicht besichtigt werden, aber einige Zimmer wurden in das angrenzende Restaurant eingegliedert. Auf der Fassade liest man in Erinnerung an die tragischen Liebenden: „Oh! Wo ist Romeo? … Ach, ich verlor mich selbst; ich bin nicht Romeo. Der ist nicht hier: er ist – ich weiß nicht wo“ (Romeo und Julia, 1. Akt, 1. Szene).

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